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Mitgliederversammlung und Weihnachtsfeier in der JVA Butzbach am 7.12.2016. Verein hat inzwischen über 230 Mitglieder. Gesamter Vorstand für weitere zwei Jahre bestätigt. Förderung der Justizvollzugsbediensteten im Umgang mit schwierigen und psychisch erkrankten Gefangenen sind Schwerpunkt in 2017 und 2018.

Der Erste Vorsitzende Dr. Mirko Schulte und Geschäftsführer Ulrich Hinkel konnten erneut darüber berichten, dass mit über 54.000 Euro an Aufwand für ergänzende Resozialisierungsmaßnahmen gerade im Bereich von Unterricht und der Bibliotheksausstattung im Berichtsjahr 2015 viel an unkomplizierter Hilfe auf den Weg gebracht werden konnte. Darüber freuten sich die beiden Zweiten Vorsitzenden – die Anstaltsleiter Martin Lesser und Eugen Martz –, die den zahlreich anwesenden Mitgliedern über den Stand der Dinge in ihren Anstalten berichteten.

In den Jahren 2015 und 2016 hat der Verein die berufliche Förderung der Gefangenen in den Mittelpunkt gestellt. Hintergrund ist das Verständnis von beruflicher Förderung als Kernaufgabe des Vollzuges ebenso wie als gesellschaftlicher Auftrag. Er entspricht dem Angleichungsgrundsatz. Soziale und berufliche Bindungen stellen einen wesentlichen Wirksamkeitsfaktor dar.

Für die beiden Jahre 2017 und 2018 verfolgt der Verein einen neuen Schwerpunkt, der ebenfalls bereits seit 1949 Satzungszweck ist: Die Unterstützung und Fortbildung der Bediensteten im Vollzug in Gießen und Butzbach. Deren Arbeit verdient Wertschätzung und Finanzierung dort, wo heute Vollzugsarbeit schwieriger geworden ist und höhere Anforderungen stellt. Insbesondere ist das der Fall bei dem Umgang mit psychisch auffälligen Gefangenen, oder solchen, bei denen eine schwierige Kommunikation, Impulsivität oder fehlender Respekt zu Stress und Frustration auf Seiten der Bediensteten führen. Die Wirkung von Strafvollzug hängt aber zu einem nicht unerheblichen Teil auch davon ab, wie professionell und konsequent der Gefangene das Verhalten des Personals erlebt. Deshalb möchten der Verein über die Angebote des Vollzugs hinausgehend gezielt den aktuellen Bedarf ermitteln und weitere Unterstützung u. a. durch Supervision und Coaching nachhaltig finanzieren. An dieses Thema sind auch die Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen in diesem Jahr geknüpft.

Dr. Schulte bedankte sich bei den vielen Richtern, Staatsanwälten und Rechtsanwälten, die mit ihren Bußgeldzuweisungen teilweise seit Jahrzehnten dem Fliedner-Verein die Treue halten.

Er berichte den Mitgliedern ferner über eine Veranstaltung des Fliednervereins in Kooperation mit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte, die zu dem Thema „Verfassungsstaat und Menschenrechte in Zeiten von Krieg, Terror und Flucht – Selbstverständlichkeit, Privileg, Verpflichtung?“ am 18. Mai 2016 in Biedenkopf stattfand. Bewusst hat der Vorstand sich aus aktuellem Anlass für ein solches Veranstaltungsthema entschieden. Entsprechenden Anklang hat die Veranstaltung gefunden. Der Veranstaltungsort musste kurzfristig gewechselt werden, der große Sitzungssaal im ursprünglich vorgesehenen Amtsgericht Biedenkopf reichte nicht aus. Spontan hat das Gymnasium Lahntalschule in Biedenkopf die dortige Aula zur Verfügung gestellt – über 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger, darunter viele Schüler, haben die Veranstaltung besucht. Darin erstattete der im Exil in Paris lebende iranische Journalist Houshang Asadi einen eindrucksvollen Bericht über den Anlass und die Umstände seiner Haft sowohl unter dem Schah- als auch unter dem Ayatollahregime, darunter in der Todeszelle. Der Bundestagsabgeordnete Dr. Stefan Heck ergänzte aus der Sicht des Bundestages Bemühungen der Bundesrepublik Deutschland zur weltweiten Ächtung der Todesstrafe, von Folter und Unrechtsjustiz.

Ulrich Hinkel konnte den positiven Trend der vergangen Jahren bei der Mitgliederzahl bestätigen: Erneut seien neue Mitglieder in den bereits 68 Jahre tätigen Verein eingetreten, der nun über 230 Mitglieder zählt – mehr als doppelt so viele wie noch vor 10 Jahren.

 

Mitgliederversammlung und Weihnachtsfeier in der JVA Butzbach am 9.12.2015. Verein wächst mit derzeit 216 Mitgliedern beständig. Förderung von sozialen und beruflichen Kompetenzen der Gefangenen sind Schwerpunkt 2015 und 2016.

 

Erneut konnten der Erste Vorsitzende Mirko Schulte und Geschäftsführer Ulrich Hinkel darüber berichten, dass mit weit über 50.000 Euro an Aufwand für ergänzende Resozialisierungsmaßnahmen gerade im Bereich von Unterricht im Berichtsjahr 2014 jede Menge an guten Ideen unkompliziert und rasch unterstützt werden konnten. Darüber freute sich der Zweite Vorsitzende und Anstaltsleiter Eugen Martz, der den zahlreich anwesenden Mitgliedern über die bevorstehen intensiven Veränderungen in seiner Anstalt – insbesondere Planungen über einen künftigen Neubau – berichtete.

Über die Schwerpunkte der Jahre 2015 und 2016 berichtete Mirko Schulte: Bildung, Qualifikation, Schnittstellenarbeit, Ehrenamt im Vollzug. Die Fragestellungen unter dem Stichwort „Fachkräftemangel“ sind die gleichen: Gefangene sind nicht Menschen die nichts können. Sie können einiges und haben nur manchmal gerade das Falsche gemacht. Wo wird ausgebildet? Wen gibt es da? Wo ist der Bedarf? Hier wollen wir im Sinne der Integrationsvereinbarung gemeinsam mit den Anstaltsleitungen nach Wegen suchen, entsprechend unseres Satzungszweckes die Wege noch kürzer und wirksamer zu machen.

Ausdrücklich begrüßte der Vorsitzende die nach Auffassung des Vorstandes gelungene ausdrückliche Aufnahme des Vollzugszwecks der Resozialisierung in das Hessische Strafvollzugsgesetz. Damit ist etwas Selbstverständliches noch einmal an die richtige Stelle und in den Vordergrund gerückt, so Mirko Schulte. „Wer von den Gefangen Wiedereingliederung in die Gesellschaft erwartet, muss sich als Gemeinwesen auch mit allen Mitteln dafür einsetzen, dass das gelingt. Beruf, Wohnung, Gesundheit und funktionierende soziale Beziehungen machen am meisten immun gegen neue Straftaten. Der gesetzliche Auftrag ist klar.“

Der Fliednerverein war 2015 auch in der Öffentlichkeitsinformation aktiv – am 6.6.2015 auf dem Deutschen Präventionstag und am 13.11.2015 bei dem Tag der hessischen Justiz.

Ulrich Hinkel konnte wie in den vergangen Jahren erneut vermelden, dass die Mitgliederentwicklung im Fliednerverein gegenläufig zu anderen ehrenamtlich tätigen Vereinen verlaufe. Erneut seien sechs neue Mitglieder in den Verein eingetreten, nun 216 Mitglieder zähle – so viele wie noch nie.

 

Mitgliederversammlung am 24.11.2014 in der JVA Gießen: 65.000 Euro Investition in wirksame Resozialisierungsmaßnahmen. Vorstand bleibt unverändert.

Der Vereinsvorsitzende Mirko Schulte rief zu Beginn der Mitgliederversammlung in der JVA Gießen den Standpunkt und Auftrag des Vereins in Erinnerung. Er ist unverändert. Der Verein ist jetzt 65 Jahre alt geworden, aber lange noch nicht in Rente. Mit seinem Satzungszweck leiste der Fliednerverein unkomplizierte Hilfe auf dem kleinen Dienstweg und fördere das, was wirkt. „Unsere Botschaft bleibt, dass man an den Menschen glaubt und ihn nicht aufgibt.“

Dazu gehöre, dass der Vorstand in den Jahren 2013 und 2014 den familienfreundlichen Vollzug in den Mittelpunkt gestellt habe. Hintergrund sei das Verständnis von Familienförderung als gesellschaftlicher Auftrag im Strafvollzug. Soziale Bindungen stellten einen wesentlichen Wirksamkeitsfaktor dar. Geschäftsführer Ulrich Hinkel berichtete über die Komplettierung der Ausstattung des Familienbesuchsraums in der Justizvollzugsanstalt Butzbach. Der Verein stehe auch jederzeit für eine notwendig werdende sozialpädagogische Betreuung, wenn eine Stellenfinanzierung durch das Land nicht mehr greift.

Am 27.11.2014 hat der Fliedner Verein in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Richterbund eine Veranstaltung überwiegend für Studenten der Rechtswissenschaften in der Universität in Marburg organisiert. Als Referent konnte der amerikanische Staatsanwalt Patrick McKinley aus Santa Barbara telefonieren gewonnen werden. Mit der Veranstaltung und unserem Informationsstand konnte der Vorstand auf das Anliegen des Vereins bei den jungen Studenten aufmerksam machen.

Ulrich Hinkel berichtete über die Verwendung von insgesamt 64.621,19 Euro, die der Verein im Jahr 2013 in wirksame Resozialisierungsmaßnahmen in den Justizvollzugsanstalten Gießen und Butzbach investiert habe. Darunter entfielen allein 35.996 € auf den Unterricht der Gefangenen und 6.337,95 € auf Neuanschaffungen in der Gefangenenbücherei. Damit habe die Resozialisierung bedeutsame Förderung beruflicher und sozialer Kompetenzen der Gefangenen spürbar unterstützt werden können.

Bei der Neuwahl des Vorstandes wurden die Vorsitzenden Mirko Schulte, Eugen Martz, Martin Lesser und Geschäftsführer Ullrich Hinkel einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.


Mitgliederversammlung und Weihnachtsfeier in der JVA Butzbach am 04.12.2013 – Verein wandte 2012 über 60.000 Euro für die Resozialisierung Gefangener auf – Trauer um Manfred Schwendemann

Butzbach. Am 04.12.13 fand in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Butzbach die diesjährige Mitgliederversammlung und gleichzeitige Weihnachtsfeier des Fliedner-Vereins Butzbach e.V. statt. Der Verein kümmert sich seit über 60 Jahren um die Resozialisierung erwachsener Gefangener in den beiden Justizvollzugsanstalten Butzbach und Gießen.

Geschäftsführer Ulrich Hinkel konnte mit 62.585,40 Euro erneut ein erfreulich hohes Maß an Ausgaben zum Beispiel für qualifizierten Unterricht, Computer- und Sprachkurse sowie für die Ausstattung der Gefängnisbibliothek berichten. Die Einnahmen des gemeinnützigen Vereins mit seinen über 200 Mitgliedern stammen aus Bußgeldzuweisungen von Gerichten und Staatsanwaltschaften, aber auch Spenden. „Die Menschen erkennen, dass engagierte und wirksame Resozialisierung neben der Strafe unverzichtbar für das Gelingen von Sicherheit nach der Entlassung ist“ erläutert der erste Vorsitzende, Amtsgerichtsdirektor Mirko Schulte und bedankte sich: „Unsere Möglichkeiten verdanken wir Richtern und Staatsanwälten und natürlich dem Engagement unserer Mitglieder.“

In besonderer Weise will der Verein den bereits begonnenen Schwerpunkt des ablaufenden Jahres weiter forcieren – die Unterstützung der Anstalten bei einem familienfreundlichen Vollzug, der insbesondere professionell angeleitete Vater-Kind-Begegnungen als Standard ausweist. „Kinder leiden besonders unter der Trennung von dem Vater und familiärer Stigmatisierung; umgekehrt ist die Bindung zum eigenen Kind während der Haftzeit ein besonders motivierender Anstoß für Veränderungen und Arbeit des Gefangenen an sich selbst“, berichtet Schulte.

Der Verein gedachte aber vor allem auch seines am 31.05.2013 im Alter von 74 Jahren verstorbenen, jahrzehntelangen Geschäftsführers Manfred Schwendemann. Dieser war 42 Jahre lang Mitglied des Vereins und von 1971 bis 2002 dessen Geschäftsführer. Am 17.12.2003 erhielt er aus den Händen des damaligen Justizstaatssekretärs Herbert Landau die Verdienstmedaille des Deutschen Verdienstordens verliehen.

Schulte und Hinkel bedankten sich schließlich aus Anlaß einer größeren Zahl von Jubiläen für die langjährige Treue der Mitglieder. So gehören z.B. der ehemalige Vollzugsdienstleiter Rudolf Liss und der Vollzugsbeamte Peter Müller dem Verein seit 30 Jahren an. Vizepräsident des Landgerichtes a.D. Hans-Goswin Stomps ist seit 25 Jahren Mitglied. Der vormalige Vereinsvorsitzende lieferte bei der Gelegenheit seiner Ehrung spontan eine lebhafte Rückschau und betonte, das Engagement habe stets Freunde bereitet und Sinn gemacht. Seine 20-jährige Mitgliedschaft im Verein beging u.a. der Sicherheitsdienstleiter der JVA Butzbach, Alfred Görlach.

 

Mitgliederversammlung in der JVA Gießen am 05.12.2012

Verein gab 2011 mit 80.000,00 Euro so viel wie noch nie für die Resozialisierung Gefangener aus

Anstaltsleiter Eugen Martz löst Jörg-Peter Linke als stellvertretender Vorsitzender ab

 Am 05.12.12 fand in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Gießen die diesjährige MItgliederversammlung und gleichzeitige Weihnachtsfeier des Fliedner-Vereins Butzbach e.V. statt.

Der erste Vorsitzende Mirko Schulte und der Geschäftsführer Ulrich Hinkel konnten stolz über zwei kleine Rekorde in der Vereinsgeschichte berichten: Der Verein besitzt seit November erstmals mehr als 200 Mitglieder – Richter, Staats- und Rechtsanwälte, Bedienstete des Justizvollzuges und andere engagierte Bürger. Sie alle setzen sich ehrenamtlich für eine Verbesserung der Resozialisierung von Gefangenen ein. „Die Menschen verstehen immer mehr, dass wirksame Resozialisierung neben der Strafe unverzichtbar für das Gelingen von Sicherheit nach der Entlassung ist.“ Dafür wandte der Verein im Jahr 2011 fast 80.000,00 Euro auf – so viel wie noch nie in seiner Vereinsgeschichte. „Das verdanken wir Richtern und Staatsanwälten und natürlich dem Engagement unserer Mitglieder“ sagte Ulrich Hinkel, Leiter des Pädagogischen Dienstes der JVA Butzbach in seinem Geschäftsbericht.

Davon konnte der Verein kräftig Berufsausbildungen, Computer- und Sprachkurse unterstützen; über 8.000,00 Euro flossen allein in die beiden Gefangenenbibliotheken beider Anstalten. „Zeit ist im Vollzug für Gefangene das einzige, was im Überfluss da ist“ berichtet Amtsgerichtsdirektor Schulte aus Gesprächen mit Gefangenen. Diese gelte es sinnvoll zu nutzen. Oft nähmen Gefangene das erste Mal im Gefängnis ein Buch in die Hand und seien überrascht, wie gut sich das Lesen anfühlt – gerade im Unterschied zu der Beliebigkeit elektronischer Medien.

Gleichsam auf dem kleinen Dienstweg trage der Verein im Bereich der unverzichtbaren Vernetzung von Resozialisierungsarbeit seinen Anteil zur wirksamen Beschaffung von Bildung, Arbeit, Wohnung und sozialen Bindungen bei, so Schulte in seinem Vorstandsbericht, ohne für sachfremde Annehmlichkeiten im Vollzug zu sorgen. Neben Geld brauche es aber Identifikation mit der Aufgabe und Engagement, so der Vorsitzende. „Das stelle ich bei den Bediensteten im Vollzug bei meiner Arbeit als Richter und bei Besuchen in den Anstalten immer wieder in beeindruckender Weise fest.“

Bei den Neuwahlen des Vorstandes gab es einen Wechsel unter den beiden stellvertretenden Vorsitzenden, die satzungsgemäß von den jeweiligen Leitern beider JVAs gestellt werden. Nachdem der bisherige Leiter der JVA Butzbach, der Leitende Regierungsdirektor Jörg-Peter Linke im Frühjahr 2013 in den Ruhestand treten wird, übernahm sein designierter Nachfolger, Regierungsdirektor Eugen Martz auch das Amt im Vorstand des Fliedner-Vereins. Die übrigen Vorstandsmitglieder, darunter Martin Lesser als Leiter der JVA Gießen, wurden in ihren Ämtern bestätigt.   


Mitgliederversammlung in der JVA Gießen am 30.11.2011 –

Verein wandte fast 40.000,00 Euro für die Resozialisierung Gefangener auf

Am 30.11.11 fand in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Butzbach die diesjährige Vollversammlung und gleichzeitige Weihnachtsfeier des Fliedner-Vereins Butzbach e.V. statt.

Der erste Vorsitzende Mirko Schulte und Geschäftsführer Ulrich Hinkel konnten eine noch bessere Bilanz ziehen als im Vorjahr: „Resozialisierung von Gefangenen steht vermehrt im Blick der Menschen und Verantwortlichen. Das spüren wir an der beständig wachsenden Mitgliederzahl und den Einnahmen. So konnte der Verein auch im Jahr 2010 gewichtig helfen, wo staatliche Unterstützung zu spät kommt" freute sich Amtsgerichtsdirektor Schulte. „Das verdanken wir Richtern und Staatsanwälten und natürlich dem Engagement unserer Mitglieder" sagt Ulrich Hinkel, Leiter des Pädagogischen Dienstes der JVA.

Die Einnahmen im Jahr 2010 aus Bußgeldern stiegen auf mehr als 38.000,- Euro. Der Verein wächst: Mit 12 Neueintritten zählt der Verein inzwischen 188 Mitglieder. Das älteste Mitglied ist Alfred Röhrig. Der 83-jährige pensionierte Sonderschullehrer ist bis letztes Jahr zwei Mal in der Woche Lesen und Schreiben in der JVA Butzbach unterrichtet. Für Unterricht der Gefangenen, Verbesserung der Bibliothek und verschiedene Projekte wandte der Verein 37.897,44 Euro auf. Mit diesem Geld und persönlichem Engagement seiner Mitglieder trage der Verein im Bereich der unverzichtbaren Vernetzung von Resozialisierungsarbeit seinen Anteil zur wirksamen Beschaffung von Bildung, Arbeit, Wohnung und sozialen Bindungen seinen Teil bei, so Schulte in seinem Vorstandsbericht, ohne für sachfremde Annehmlichkeiten im Vollzug zu sorgen. Soziale und berufliche Einbindung und Anerkennung seien die verlässlichsten Voraussetzungen dafür, ehemals Straffällige für Rückfälle immun zu machen. Auf diese Weise verwirkliche der seit über 60 Jahren unverändert aktuelle Satzungszweck wirksamen Schutz der Allgemeinheit vor Straftaten.

Gleich fünf Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften standen an: Manfred Schwendemann, der frühere pädagogische Leiter der JVA Butzbach und jahrzehntelange Geschäftsführer des Fliedner-Vereins ist ebenso wie der Pfarrer und Gefängnisseelsorger Hermann Lübke seit 40 Jahren Mitglied des Vereins, der begeisterte Leichtathlet und frühere Sportübungsleiter Wilfried Stumpf begeht sein 30. Vereinsjubiläum. Die beiden Vorsitzenden Richter am OLG Frankfurt und LG Gießen, Dr. Dieter Eschke und Dr. Johannes Nink sind seit 20 Jahren dabei.

 

Mitgliederversammlung in der JVA Gießen am 8.12.2010 –

fast 43.000,00 Euro für Resozialisierung Gefangener

 

Gießen/Butzbach. Am 8.12.10 fand in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Gießen die diesjährige Vollversammlung und gleichzeitige Weihnachtsfeier des Fliedner-Vereins Butzbach e.V. statt.

Der erste Vorsitzende Mirko Schulte und Geschäftsführer Ulrich Hinkel konnten wie in den Vorjahren eine erfreulich positive Bilanz ziehen: „Wo andere Vereine über den Gang zum Insolvenzrichter beraten und Mitgliederschwund beklagen, freut sich der Verein über nachhaltige Unterstützung“, so der Vorsitzende. Die Einnahmen aus Bußgeldern i.H.v. 37.000,- Euro in 2009 überstiegen den Betrag des Vorjahres um 12.000,-- Euro. Genauso wuchs die Zahl der Mitglieder im aktuellen Jahr erneut erheblich und zwar um 22 auf inzwischen 176. Allein für Unterricht, Entlassungshilfen und allgemeine Fürsorge wandte der Verein 42.865,97 Euro auf. Mit diesem Geld und persönlichem Engagement seiner Mitglieder trage der Verein im Bereich der unverzichtbaren Vernetzung von Resozialisierungsarbeit seinen Anteil zur wirksamen Beschaffung von Bildung, Arbeit, Wohnung und sozialen Bindungen nach der Entlassung bei, so Schulte in seinem Vorstandsbericht, ohne für sachfremde Annehmlichkeiten im Vollzug zu sorgen. Soziale und berufliche Einbindung und Anerkennung seien die verlässlichsten Voraussetzungen dafür, ehemals Straffällige für Rückfälle immun zu machen. Auf diese Weise verwirkliche der seit über 60 Jahren unverändert aktuelle Satzungszweck wirksamen Schutz der Allgemeinheit vor Straftaten.

Nachdem der Verein im vergangenen Jahr anlässlich der Feier zum 60-jährigen Vereinsbestehen mit einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion zum Thema „Neues Hessisches Strafvollzugsgesetz“ die Entwicklung des Gesetzes begleitet hatte, beteiligte er sich im März im Gesetzgebungsverfahren mit einer eigenen Stellungnahme.

Als weiteren Erfolg wertete Amtsgerichtsdirektor Schulte eine mit Unterstützung des Landgerichtes Gießen am 26.10.2010 veranstaltete Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zu den Ursachen und der Behandlung von Intensivtätern mit der Diagnose einer sog. „dissozialen Persönlichkeitsstörung“. Der forensische Psychiater und Gutachter Dr. Dieter Jöckel und der für das sog. Sicherheitsmanagement im Landgerichtsbezirk Marburg zuständige Bewährungshelfer Stephan Volp erläuterten unter Moderation von Schulte mehr als 80 Richtern, Staatsanwälten, Bewährungshelfern und Vollzugsbediensteten Diagnosekriterien und Rückfallvermeidungsprogramme.

Bei der anschließenden Vorstandswahl wurde der amtierende Vorstand einstimmig für weitere zwei Jahre bestätigt. In dessen Namen bedankte sich Mirko Schulte bei Geschäftsführer Ulrich Hinkel, der großen Anteil am Gelingen der Vereinsarbeit trage. Die Botschaft des Vereins, dass die Gesellschaft Verantwortung für ihre Strafgefangenen übernehme und diese nicht vergesse, werde so weiter verlässlichen Bestand haben.


60 Jahre Fliednerverein Butzbach – Mitgliederversammlung in der JVA Butzbach am 10.12.2009

Butzbach. Am 10.12.09 fand in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Gießen die diesjährige Vollversammlung und gleichzeitige Weihnachtsfeier des Fliedner-Vereins Butzbach e.V. statt.

Der erste Vorsitzende Mirko Schulte und Geschäftsführer Ulrich Hinkel konnten erneut eine besonders positive Bilanz ziehen. Zwar erreichten die Einnahmen des Vereins durch Bußgelder mit gut 25.000,- Euro nicht den ungewöhnlich hohen Wert des Vorjahres, dafür wächst die Zahl der Mitglieder beständig: seit Ende 2006 sind dem Verein 53 neue Mitglieder beigetreten, er zählt nun 156 Mitglieder. Allein für Unterricht, Entlassungshilfen und allgemeine Fürsorge wandte der Verein rund 33.000,- Euro auf. Mit Geld und persönlichem Engagement seiner Mitglieder trage der Verein im Bereich der unverzichtbaren Vernetzung von Resozialisierungsarbeit seinen Anteil zur wirksamen Beschaffung von Arbeit, Wohnung und sozialen Bindungen nach der Entlassung bei, so Schulte in seinem Vorstandsbericht, ohne für sachfremde Annehmlichkeiten im Vollzug zu sorgen. Soziale und berufliche Einbindung und Anerkennung seien die verlässlichsten Voraussetzungen dafür, ehemals Straffällige für Rückfälle immun zu machen. Auf diese Weise verwirkliche der seit fast 60 Jahren unverändert aktuelle Satzungszweck wirksamen Schutz der Allgemeinheit vor Straftaten.

Gleich drei größere Veranstaltungen organisierte der Verein im Jahr seines 60-jährigen Bestehens: Im September fand eine Podiumsdiskussion für Richter, Staatsanwälte und Bewährungshelfer im Amtsgericht Gießen zum Thema „Sucht und Vollzug“ statt, an der mehr als 50 Juristen und Fachleute teilnahmen.

Anfang November war es dem Verein gelungen, den Triathleten Andreas Niedrig in die JVA Butzbach zu holen. Der Spitzensportler, der seit Jahren erste Plätze bei internationalen Triathlons belegt (u.a. Vierter Ironman Hawai), war von seinem 15. bis zu seinem 24. Lebensjahr selbst Konsument harter Drogen (Heroin, Kokain). Nach Verurteilung und Langzeittherapie überredete ihn sein Vater zum Laufen. Daraus wurde eine einzigartige Lebensgeschichte, die 2008 mit dem Kinofilm „Lauf um Dein Leben - Vom Junkie zum Ironman“ verfilmt wurde. Andreas Niedrig, der keine Probleme mit dem Wort „Ex-Junkie“ besitzt, diskutierte zwei Stunden lang mit über 50 Gefangenen.

Als einen besonderen Erfolg wertete Amtsgerichtsdirektor Schulte in diesem Jahr die Feier zum 60-jährigen Vereinsbestehen mit einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion zum Thema „Neues Hessisches Strafvollzugsgesetz“, an der fast 100 Gäste teilnahmen.

Großen Anteil am Gelingen der Vereinsarbeit trage Geschäftsführer Ulrich Hinkel, betonte Schulte zum Schluß. Er überreichte dem Ofenliebhaber Hinkel zum besonderen Dank ein Buchenscheit – symbolisch für einen ganzen Anhänger mit von ihm selbst gespaltenem Brennholz, den Schulte vor der JVA geparkt hatte. 





Bericht Mitgliederversammlung 2008

Am 10.12.08 fand in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Gießen die diesjährige Vollversammlung und gleichzeitige Weihnachtsfeier des Fliedner-Vereins Butzbach e.V. statt.

Der erste Vorsitzende Mirko Schulte und Geschäftsführer Ulrich Hinkel konnten eine besonders positive Bilanz ziehen. Der Verein ist in diesem Jahr um 20 neue Mitglieder auf 148 angewachsen, allein die finanzielle Unterstützung z.B. für Unterricht, Gefangenenbücherei, Sport und Kultur in den beiden JVA von 61.000 Euro ist die höchste seit Bestehen des Vereins. Ein Drittel davon wurde mit Unterstützung des Justizministeriums in die Verbesserung der Computerschulung investiert. Mit Geld und persönlichem Engagement seiner Mitglieder trage der Verein im Bereich der unverzichtbaren Vernetzung von Resozialisierungsarbeit seinen Anteil zur wirksamen Beschaffung von Arbeit, Wohnung und sozialen Bindungen nach der Entlassung bei, so Schulte in seinem Vorstandsbericht, ohne für sachfremde Annehmlichkeiten im Vollzug zu sorgen. Soziale und berufliche Einbindung und Anerkennung seien die verlässlichsten Voraussetzungen dafür, ehemals Straffällige für Rückfälle immun zu machen. Auf diese Weise verwirkliche der seit fast 60 Jahren unverändert aktuelle Satzungszweck wirksamen Schutz der Allgemeinheit vor Straftaten. Der Verein hoffe auf eine Neugliederung der sozialen Dienste der Justiz in Hessen und ein genauso modernes Strafvollzugsgesetz für Erwachsene, wie es dem Land im Bereich des Jugendstrafvollzuges gelungen sei. Entscheidend sei aber auch seine Umsetzung.

Sein 60-jähriges Jubiläum möchte der Verein im kommenden Jahr durch angemessene Aktivitäten – darunter zwei größere Veranstaltungen – unterstreichen. Nachdem die zweijährige Amtszeit der beiden stellvertretenden Vorsitzenden und Anstaltsleiter Jörg Peter Linke (Butzbach) und Martin Lesser (Gießen) sowie von Geschäftsführer Hinkel abgelaufen war, wurden sie und der erste Vorsitzende Mirko Schulte einstimmig in ihrem Amt bestätigt.

 

Fliedner-Verein Butzbach e.V. | fliednerverein@gmx.de